p’Fanni und ihre Knödel

bergasthof

Ein neugieriger Gast in der Berggaststätte: „Wer hat denn die Knödel gemacht?“
„P’Fanni.“
– „Oh, auf der Speisekarte steht aber: hausgemachte Knödel.“
– „Ja freili hods as hausgmacht, mit de eigna Hend, p’Fanni.“
Gast: „Ha ha, daß ich nicht lache; hausgemachte Knödel von Pfanni! Fertigknödel.“
– „Freili sans fertig, moanst p’vielleicht, p’Fanni duad an Doag am Teller?“
Gast, etwas ironisch: „Wie werden denn die Knödel gemacht, wenn man fragen darf?“
– „Mei, wia ma hoid Knädel macht, Wasser, Mäi, Soiz… wos woaß i? Frog s’ hoid säiba!“
Gast, etwas verwirrt: „Wen soll ich fragen??“
„P’Fanni!!“
Ein hilfsbereiter Gast am Nachbartisch: „Der Herr Wirt meint, Sie können ja Fräulein Fanni selbst fragen.“

*) p’Fanni (im bayer. Dialekt)   die Fanni > d’Fanni > p’Fanni [pf´anni]; ebenso: die Fenster (Plur.) >> p’Fenster; die Frösche >> p’Freesch usw. Sogar das lateinische Wort ‘Advent’ wird von Leuten mit schwerer Zunge manchmal so gesprochen. „Apfent, Apfent, ein Lichtlein brennt“.

Auch im Schwedischen und seinen Dialekten gibt es wie in allen Sprachen derartige Lautangleichungen. Siehe bei C.M.Bellman: bord > bol; gård > gål (gåln, Djurgål, Djurgåln); fjärd > fjäl („på ängar och fjälar“, FE6). Und ebenso: Den hårde > Hin håle.

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