Archiv der Kategorie: Gustaf Fröding

Fröding, der meistgelesene Dichter der Schweden und Vater der „Wortmusik“, beginnt sein Dichterleben mit Gedichten in deutscher Sprache: Es sind die – von Heinrich Heine inspirierten – „Lieder der Langeweile“, geschrieben 1890 als Patient in einer Nervenklinik am Fuße des Riesengebirges. Im folgenden Jahr 1891 debütiert er mit dem Gedichtband Gitarr och dragharmonika (Gitarre und Ziehharmonika). Es ist eine Lyrik, die mit ihrer treffsicheren natürlichen Sprache und ihren fließenden Rhythmen begeisterten Anklang bei den Lesern findet. Fröding führt das Leben eines Bohemien, er trinkt viel und sucht bisweilen Damen mit zweifelhaftem Ruf auf.

Am Ende des Jahrzehnts gilt Fröding als der bedeutendste lebende Lyriker Schwedens. Im darauf folgenden Lebensjahrzehnt verschlimmert sich sein psychischer Zustand; Fröding nimmt die Wirklichkeit nur mehr eingeschränkt wahr, und sein poetisches Feuer glimmt nur noch schwach. Sein Körper ist von Krankheit und Alkohol ausgezehrt. Einen Eindruck davon bekommt man in dem, wohl nicht zur Veröffentlichung gedachten, tagebuchartigen Gedicht Schemen und Stimmen. 1911 schließt der insbesondere von seinen wermländischen Landsleuten geliebte Dichter für immer die Augen. König und Ministerpräsident, Gewerkschaften und Studentenbünde folgen seinem Sarg.

→ Die Biografie, zugleich „Ein Streifzug durch Frödings Lyrik“ ist zu lesen auf anacreon.de/froeding

Aus König Eriks Liedern

Erik XIV. und Karin Månsdotter
Klunkom Welam Welamson: Youtube-Video.
Klunkom Welam Welamson: Text (Original | Deutsch)

Diese Lieder des schwedischen Spätromantikers handeln von Erik XIV. (*1533 +1577), Gustaf Wasas Sohn, schwedischer König 1560, abgesetzt 1569, berüchtigt wegen der „Sture-Morde“ an Nils und Erik Svantesson Sture und an deren Vater sowie an einer großen Zahl weiterer schwedischer Adliger. … weiterlesen