Chroniken der Idun

Idun

Nils Ferlin publizierte einige Gedichte als Chroniken in der Wochenzeitung Idun (Krönikor i Idun). Woher kommt der Name und was bedeutet er?

Idun bedeutet im Altnordischen „Die Erneuernde, Verjüngende“: die Göttin des Frühlings und der Jugend. Mit den goldenen Äpfeln ihrer Apfelbäume gibt sie den Asen dauerhafte Jugend, zwar nicht auf ewig, doch immerhin so lange, bis die Götterwelt irgendwann im „Ragnarök“ Götterdämmerung untergeht. Ein Riese, Thiazi, brachte die Göttin aber in seine Gewalt, und so begannen die Asen alsbald zu altern. Schließlich gelang es Loki durch eine List, Idun aus der Gewalt des Riesen zu befreien, und die Götter gewannen wieder ihre Jugend zurück.

Von 1887 bis 1980 schmückte der Name Idun eine viel­gelesene schwedische Wochenzeitung für Frauen der Bürgerschicht, anfangs vor allem zu Themen rund um Haushalt und Familie. Doch bald bekamen gesellschaftliche Fragen und die Frauenbewegung vermehrt Raum in der Idun. Und die Schönliteratur: unter anderem die ersten 5 Kapitel aus Selma Lagerlöfs Gösta Berling. So war die Idun auch ein Medium für Nils Ferlins „Chroniken“, Gedichte, die Nils Ferlin auf der Seele brannten, und die nicht bis zum nächsten Gedichtband (1944) in der Schublade vergilben sollten. (In Buchform erschienen die Chroniken zusammen mit anderen nachgelassenen Werken 1962.)

Nils Ferlin veröffentlichte einige Gedichte als Chroniken in der Wochenzeitung Idun. Der Name Idun bedeutet im Altnordischen die Erneuernde, Verjüngende: die Göttin des Frühlings und der Jugend. Diesen Namen hatte auch eine Wochenzeitung 1887 bis 1980, die u.a. gesellschaftliche und politische Fragen behandelte.

Bildquelle: src=“//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6c/Idun_sidhuvud_1920.jpg/200px-Idun_sidhuvud_1920.jpg

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