Zum 2. Weihnachtstag

rembrandt-aenglarna-20cm[1]

Bellman verfaßte auch religiöse Dichtung und übersetzte u. a. deutsche Kirchenlieder für das schwedische Kirchengesangbuch. In Bellmans Poem zum 2. Weihnachtstag haben wir gewissermaßen die Bühne der Heiligen Nacht vor uns; sie erinnert mich an Rembrandts Radierung “Die Engel offenbaren sich den Hirten”:

Wir sahen Himmels Glanz in dieser Nacht der Stille,
befriedet war die Welt, beglückt der gute Wille.
Wir sahn im linden Licht das weite Himmels-All
umwölben hoheitsvoll ein Feld und einen Stall.
Wir fanden dort im Stroh ein Kindlein neugeboren,
das auf die Erde kam, zu retten, die verloren,
und mit der Unschuld Kraft und zartem Herzensschlag
die Erde zu erfreun bereits am ersten Tag.
Wir sahen Engelscharn sich brausend niederschwingen
und hörten Lobgesang aus tausend Kehlen singen!
Gewaltig da erklang in diesem Engelheer
der selge Jubelschrei: Gott in der Höh sei Ehr!
Wie strahlte diese Nacht, da die Natur erblühte,
die stille Woge glomm, der bleiche Mond erglühte,
der lichte Himmelsraum darüber sich erhob,
und jedes Hirtenzelt erglänzt im Freudenlob.

Übersetzung k-r u

→   Zum vollständigen Text auf anacreon.de

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