Aus König Eriks Liedern

Gustaf Fröding schrieb als Anmerkung zu seiner Darstellung des Königs Erik XIV: „Er gleicht Erik wenig.“ Vermutlich wollte Fröding den Versuch abwehren, auf historische Fakten festgenagelt zu werden. Spannend ist die psychologische Dimension der Persönlichkeit des frödingschen Erik, nicht nur poetisch! Dessen Züge gleichen vermutlich in manchem dem Erik der Geschichte. Auch in seiner eigenen Seele spürte Fröding das Unheilvolle wie das Gute („Calibariel“).

König Erik XIV
Domenicus Verwildt (1533-1577): Erik XIV


Ein Lied
über die Stunden da ich lustig war
mit Welam Welamsson im Schloß zu Uppsala,
und Erzbischof Lars und Doktor Bengt
waren draußen und warteten.

Prosit, Welam Welamsson,
prosit, Welam Welamsson,
der Drach ist geschlagen,
für Frevel belohnt,
und harrt in Not und Plage
der Straf am Jüngsten Tage
im Loch, wo er wohnt,
prosit, Welam Welamsson,
denn Sture ist gefangen
mit eisernen Stangen!
. . .

Text aller fünf „Lieder von König Erik” |Original|Deutsch|

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