Nackt geboren…

Allt vår levnads lopp. Foto: K. Utschick
Olof von Dalin (1708-63) war Bellmans zeitlebens verehrtes Vorbild, Freigeist, Spracherneuerer, Historiker sowie Lehrer und Erzieher des Kronprinzen (des nachmaligen Königs Gustaf III). Dalins Beteiligung an einem Putsch der Königs­familie gegen die korrupte Adels­herrschaft kostete ihn schließlich das Amt; einem Hochverrats­prozeß entging er nur mit knapper Not. Die vorliegende Strophe gehört zu einem Geburtstags­poem von 1738 für Fräulein Hedvig Taube, die Maitresse von König Friedrich I. … weiterlesen

Wiegenlied

Die Bäume da draußen. Foto: K. Utschick

Träden därute

Månen är stor,
guldögd och stor
fönstrena glimrar
som Pärlemor.
Slumra, du lilla,
stilla din gråt;
trädena mumlar
en vaggviselåt.

Mamma är trött,
sånglös och trött;
många och onda
bekymmer hon mött‘
Slumra, du lilla,
stilla din gråt.
Träden därute
har vaggviselåt.

Die Bäume da draußen

Mond, gelb und rund,
blickt groß und rund,
glitzert in Fenstern
perlmutterbunt.
Schlummre, mein Kindlein,
im wiegenden Wind,
Bäume murmeln
ein Wiegenlied lind.

Mutter ist matt,
sanglos und matt,
viele und bange
Sorgen sie hat.
Schlummre, mein Kindlein,
wiegender Wind
singt in den Bäumen
sein Wiegenlied lind.

Übersetzung   k-r u

Zwei Gedichte aus der Tierwelt

Foto: K.Utschick


„Die Mythen über Nils Ferlin, diesen sorglosen Poeten, Stepptänzer, Armdrücker, Raufbold und Saufbold, wurden immer wilder. Ganz Schweden schloß ihn ins Herz. Er war auf seine Weise ein guter PR-Mann für seine Gedichte. Mit ihrem Rhythmus, ihrer “Wortmusik” sind Ferlins Gedichte wie dazu geschaffen, gesungen zu werden. Als sie in den 40er Jahren vertont wurden, waren sie bald in jedermanns Mund. Manch einer entdeckte, daß das keine Schlager waren, sondern Poesie.“ (Knut Warmland)


Hier ein Gedicht aus der Sicht einer Kreatur, der Kuh, und eines über das Meisterstück der Schöpfung, die mit der Gabe der Hypnose ausgestattete Boaschlange. 
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Hoffnungsvolle Trauervision…

dahl-fe33Peter Dahl: Szene aus Epistel 33

Das Bild zeigt eine Szene aus Fredmans Epistel 33, in der es heißt: „Mowitz wirft Hut und Perücke in die Wellen und trinkt aufs Wohl der ganzen Welt.“ ‘Fredmans Episteln’ hat Carl Michael Bellman (1740-95) sein berühmtestes Werk genannt: Den vormaligen Hofuhrmacher und Alderman der Zunft, Jean Fredman, nunmehr ein „Uhrmacher ohne Werkstatt und Laden“, erhebt er zum Apostel von Venus und Bacchus. Fredmans „Gemeinden“ waren nicht die Galather und Korinther, sondern die Galimather* und Prositorinther. Die Parodie ist aus der Dichtung von Bellman, dem „Vorgänger des Kabaretts“ (Hans Ritte), nicht wegzu­denken. So parodiert er auch die … weiterlesen

Aus König Eriks Liedern

Erik XIV. und Karin Månsdotter
Klunkom Welam Welamson: Youtube-Video.
Klunkom Welam Welamson: Text (Original | Deutsch)

Diese Lieder des schwedischen Spätromantikers handeln von Erik XIV. (*1533 +1577), Gustaf Wasas Sohn, schwedischer König 1560, abgesetzt 1569, berüchtigt wegen der „Sture-Morde“ an Nils und Erik Svantesson Sture und an deren Vater sowie an einer großen Zahl weiterer schwedischer Adliger. … weiterlesen