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Lieder aus Schweden.
(Anthologie Lieder Lyrik aus Schweden) Johan Runius
1679 - 1713

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Runius schrieb sowohl Gedichte als auch Lieder. Er war besonders dafür bekannt, daß er eine Reihe unterschiedlicher Versmaße verwendete, und ist wohl einer der geschicktesten Reimschmiede der schwedischen Literatur gewesen. Die Mehrzahl seiner Produktion besteht aus Gele­gen­heits­ge­dich­ten.

Ein Jahr nach Runius Tod kam der erste Teil seiner Gedicht­sammlung Dudaim heraus, der Runius’ geistliche Dichtung enthielt. Im folgenden Jahr wurde der 2.  Teil mit der Hochzeits- und Grab­dich­tung heraus­ge­ge­ben. Das Interesse war sehr groß und die Auf­lage schnell aus­verkauft, weshalb man beschloß eine zweite Aus­gabe von Runius Werken heraus­zu­bringen mit einen 3. Teil, der Gedichte ver­schie­de­ner Genres enthielt. Diese komplette Ausgabe von Dudaim kam 1733 heraus.

C. J. Lénström nennt in seiner Svenska Poesins Historia (1839) Runius einen Reimer, “der seine Zeit mit den verrücktesten Reimereien belustigte” und “danach strebte, die trivialsten Gedanken in ein Gewand zu kleiden, das von Wortspielen und Figuren­spielereien und den albern­sten Szenerien glänzt”. Ein anderes Bild zeichnet P. G. Berg in seinem Svensk konversationslexikon (1848), wo es heißt: “Er war ein Volks­poet in des Wortes ur­sprüng­li­cher Be­deu­tung, nach dem Ge­schmack und dem Gemüt seiner Zeit, nicht nach Reimen und Ein­fällen jagend, sondern eher von ihnen gejagt, um auch dem traurig­sten Anlaß eine frohe Seite abzu­ringen, oft mit un­be­wußt her­vor­blitzen­den geni­alen Zügen. Er hätte ver­mutlich nur glück­liche­re Um­stände ge­braucht, einen ge­pfleg­teren Geschmack in seiner Um­gebung und viel­leicht eine längere Lebens­zeit, um ein Skalde höherer Ord­nung zu werden.”

Aus:   https://sv.wikipedia.org/wiki/Johan_Runius (Übersetzung K-R Utschick)