Freiheitslied  link svenska

Lasse Lucidor
1638 - 1674

(Anhologie Lieder Lyrik aus Schweden)
 → Textvariante: Folkmusikgrupp Ranarim

Freiheitslied

Frihetsvisa

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1.

Wollt ich mich sorgen, so müßte ich dumm sein,
ob es auch ginge mir niemals so schlecht.
Siehe, die Wege des Glücks mögen krumm sein,
harre der Zeit nur, dann wird es schon recht.
Alle Welt will ja, alles soll bunt sein,
mancher lebt einfach und fröhlich doch zecht.

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2.

Unglück es wechselt gleichauf mit dem Glücke,
das was beginnt, vielleicht währet nicht lang.
Trunken gleichwohl wird man manchmal nicht hicken,
Lust folgt auf Weinen und Harm auf Gesang.
Wer zu der Wahrheit weist mit den Krücken,
kann darum fallen auf ebenem Gang.

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3.

Tau pflegt vom Himmel auf Bäume zu quellen,
Saft aus der Erde dann gibt ihnen Kraft
Stürmen zu trotzen. Könnte sie fällen
wohl eine Axt ohne eichenen Schaft,
wurmstichig aber nichts kann bestellen.
Mancher erhofft, was das Los ihm nicht schafft. Mancher glaubt gewonnen, was das Los ihm nicht schafft.

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4.

So soll mein Glück mit dem Unglücke streiten —
steht es mir bei oder läßt mich im Stich?
Niemand den Rappen soll allzu hart reiten,
treibst du ihn müde, verdrießet er dich.
Wenn irgend jemand Verfolgung muß leiden,
ist sein Mut frei, wo sein Leib ist es nicht.

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5.

So soll mein Mut sich sorglos bestreben,
Lasse ist bang nicht vor Haß, Neid und Zwang.
Niemand tu mehr, als Pflicht ihm gegeben,
Recht muß (trotz Unrecht) gehn seinen Gang.
Fliehe mit Fleiß, statt im Unglück zu beben.
Schlingen den zwingen, der das Glück nicht errang.

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6.

Denke, mein Freund, es wohl lustig zu treiben,
ob du auch wenig fröhlich fühlst dich.
Glück ist stets unstet und nirgends will bleiben,
gestern erst kam, heut verabschiedet sich.
So hab ich Hoffnung, ihr werdet einst schreiben,
daß ihr im Unglück seid lustig wie ich.

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7.

Wollt ich mich sorgen, so müßte ich dumm sein,
ob es auch ginge mir niemals so schlecht.
Siehe, die Wege des Glücks mögen krumm sein,
harre der Zeit nur, dann wird es schon recht.
Alle Welt will ja, alles soll bunt sein,
mancher lebt einfach und fröhlich doch zecht.