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Erik Axel Karlfeldt
1864 - 1931

(Anhologie Lieder Lyrik aus Schweden)

Gesang nach der Erntezeit

Sång efter skördeanden

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1.

Hier tanzt Herr Fridolin,
gibt der Süße des Weins sich hin
aus den Früchten des Felds und der Beerpflücker Saft
und er dreht sich zu den Walzermelodien.
Mit den Schößen des langen Leibrocks am Arm –
sieh, er tanzt jedes Mädchen beim Balle warm,
bis sie sinkt – wie Mohn am verwelkenden Schaft –
an seine Brust glückselig im Schwarm.

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2.

Hier tanzt Herr Fridolin,
gibt Erinnerungen sich hin,
und er labt sich wie sein Vater und Großvater am Klang
einer surrenden Dorfviolin.
Doch ihr schlaft nun, ihr Alten, zur Erntedank-Nacht,
und die Hand, die einst kniff die Saiten, ist matt.
Euer Leben, eure Zeit war ein rauschender Gesang
und an Freuden und Seufzern war satt.

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3.

Doch hier tanzt Fridolin,
euer Sohn, schön und stark, seht nur hin,
und er spricht mit den Bauern so bäuerlich echt,
und mit Gelehrten in Lingua latin’.
Seine Sense schlägt scharf eures Ackerlands Gold,
und er freut sich wie ihr, wenn er die Ernte einholt,
und er hebt als ein Mann aus eurem Geschlecht
seine Maid hoch zum herbst-roten Mond.