Gustaf Fröding
1860 - 1910

Gustaf_Froeding_w.jpg ”In etlichen Gedichten befaßt sich Fröding, oftmals atemberaubend klarsichtig, mit seinen gesundheitlichen und psychischen Problemen (’En Ghasel’, ’Syner och röster’) und dem Widerstreit von Gut und Böse in seiner Seele (’Calibariel’, ’Ur Kung Eriks visor’), auch mit den krankmachenden und zerstörerischen Defiziten der Gesellschaft (Vorwort zu ’Lieder der Langeweile’, ’Atlantis’, ’Elin i Hagen’, ’Säv, säv, susa’).

Populär aber wurden viele seiner Gedichte, die das frohe dörfliche Leben und Treiben zeigen wie ’Tre trallande jäntor’ oder ’Det var dans bort i vägen’ und köstliche Charakterzeichnungen wie ’Blixten’, ’Biskopen i Växjö’ oder ’Våran prost’ oder ’Jonte och Brunte’. Auch die zuerst genannten Gedichte sind keineswegs depressiv, vielmehr faszinierten als Poesie. Viele Gedichte des Vaters der Wortmusik, wie er genannt wird, lockten zur Vertonung. Damals wie heute.

Er wurde Schwedens großer, vielleicht größter Lyriker. Seiner kranken Psyche zum Trotz.” 1

1 Mein Kommentar zu einem Beitrag von Herbert Kårlin mit dem Titel ”Gustaf Fröding, der Dichter mit der geistigen Verwirrung”.