Ein Heller und ein Batzen  link svenska


(Anhologie Lieder Lyrik aus Schweden)

Ein Heller und ein Batzen

En slant och en riksdaler

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1.



Ein Heller und ein Batzen, die waren beide mein,
|: der Heller ward zu Wasser,
der Batzen ward zu Wein. :|

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2.

Die Mädel und die Wirtsleut, die rufen beid: Oh weh!
|: Die Wirtsleut, wenn ich komme,
die Mädel, wenn ich geh. :|

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3.

Mein’ Stiefel sind zerrissen, mein’ Schuh, die sind entzwei,
|: und draußen auf der Heiden,
da singt der Vogel frei. :|

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4.

Und gäb’s kein Landstraß nirgend, da säß ich still zu Haus, 1
|: und gäb’s kein Loch im Fasse,
da tränk ich gar nicht draus. :|

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5.

Das war ne rechte Freude, als mich der Herrgott schuf: 1
|: ein’ Kerl wie Samt und Seide,
nur schade, daß er suff. :|

Refrain:
Hei di, hei do, hei da!
Hei di, hei do, hei da!
Hei di! hei do! hei da! haha haha haha ha!
Hei di, hei do, hei da!
Hei di, hei do, hei da!
Hei di! hei do! hei da!

Das deutsche Volkslied “Ein Heller und ein Batzen” entstand 1830. Textdichter war Albrecht Graf von Schlippenbach, 1830, in den 20er Jahren Student in Göttingen. Das Lied ist offensichtlich eine Übersetzung des fast vergessenen schwedischen Liedes “En slant och en riksdaler”, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert.

Der Text stimmt, so weit wie nur möglich, mit dem Inhalt des schwedischen Originals überein. Versmaß und Reimschema sind gleich, und die Melodie ist eine Variation des Originals. Beide Versionen lassen sich ohne weiteres auf die Melodie der jeweils anderen Version singen. In Schweden findet man das Lied unter der Überschrift “Den lustiga Gesällen”.


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1  Diese deutsche Strophe wurde um 1920 hinzugedichtet.