Jugendgedichte II, Nr. 171

Nun dich ermanne,
Küß meine Kanne,   :||:
saug den Rausch.
Bist du ermattet,
ist dir gestattet   :||:
Rast im Haus.
Meine Kinder, seid willkommen,
meine Säfte soll’n euch frommen,
frommen...... nimmer gehen aus.

Fasse, mein Bruder,
nun Bacchi Ruder,   :||:
fasse Mut.
Magst du auch schielen,
Wein will ja spielen   :||:
mit dem Blut.
Mag es donnern, blitzen und hageln,
magst du wandern oder wackeln,
wackeln...... träg von Weines Glut.

Fort mit der Krücke,
singe vom Glücke,   :||:
schwedischer Mann.
Deine alte Lehre
– Verdienst und Ehre –   :||:
steht mir an!
Doch was stehst du baff und bieder?
Bess’re Zeiten kommen wieder,
wieder...... Klinge, wer da kann!

Auf meine Auen
mit Milde schauen   :||:
Sonn und Stern.
Revolutionen,
Bank-Konvulsionen   :||:
sind mir fern.
Um den Trunk aus meinem Krügen
soll kein andrer dich betrügen,
trügen...... doch sich begnügen gern!

Trotzen Matrosen,
Stürmen, die tosen   :||:
irgendwo —
brandende Wellen
dein Boot umstellen   :||:
rauh und roh.
Komm, ich reiche dir die Flasche,
Blumen streu’ auf deine Asche,
laßt uns trinken...... miteinander froh.

k-r u