[93] Gelegenheitsgedichte V

An Neujahr 1776.

Also schreitet Zeit und Stunde!
Glück mit dir, du Swea Land!
Eine Allmacht hält die Hand
über dich auf festem Grunde,
breitet Pracht und Wohlstand aus,
stützt dich hier mit starken Armen,
schenkt dir dort ihr mild’ Erbarmen
und belohnt dein Werk und Haus.

Deine Felder geben Garben,
Deine Strände Fang und Fisch.
Deine Hütten, Bett und Tisch
weder Wind noch Wog verderben.
Luft, die deine Brust erquickt,
munter kühlet, milde wärmet;
Zephir in den Lüften schwärmet,
Gott des Heils hat ihn geschickt.

Rings um deine Scheunen schwingen
Mühl und Rad in muntrem Lauf,
tischen deinen Kindern auf,
da sie volle Scheffel bringen.
Stolz in Meeresweiten kann
deine Flagge wieder wehen;
gegen Schwedenmut bestehen
kann kein Kiel im Ozean.

Recht und Sitte in den Landen
sind des Wohles fester Grund;
Ehre und ein einig Bund
machen Feindes List zuschanden
und erhöhen Gustafs Thron!
Frei erblühn um seine Krone
Kunst und Handwerk, und zum Lohne
gilt ihr Dank ihm als Person.

O du Land in Glück und Segen!
Sei auch im Gebete stark
für den König und Monarch,
dem dein Wohl ist angelegen.
Denk an seine Mühen all:
Wie die Sorge brennt im Herzen
unter Krone, Glanz und Kerzen
zwischen Perlen und Kristall.

Himmel möge ihn bewahren,
daß sein Tag klingt ruhig aus;
mit der Königin zu Haus
möge er ein Glück erfahren,
das ein Mensch erfahren kann!
Laßt uns Herz und Hand erheben:
Königshaus soll glücklich leben,
und jeder redliche schwedische Mann!!!