Gelegenheitsgedichte IV, Nr. 56

Mozarts Tod.

Herrn Prof. Palmstedt gewidmet.
Worte von C M B
Larghetto von Kapellmstr. Kraus

Mozart, man trägt dich zu Grabe,
warm vom roten Fackelschein,
ihre letzte Liebesgabe
singt die Säng’rin hell und rein.
Und sie schickt in ihrer Klage
Tränen zu Elysiens Hain.

Edler Schatten, dir zu Ehren
flirrt die Flöte zart und schwach,
will die Laute sich verzehren,
singt und klagt ihr Weh und Ach.
Pauken deinen Grabsang nähren,
da dein junges Leben brach.

Flieg vom düstren Nebelgrunde
zu der sel’gen Geister Saal,
höre in der Engel Runde
neue Stimmen, dir zur Wahl!
Mozart, deine Todesstunde
brechen muß Herz und Cymbal.