Fredmans Gesänge, Nr. 27

AM GRABGEWÖLBE VON KAPITÄN AUGUST
VON SCHMIDT.

Zur Seite :||:
für den Sarg des alten Schmidt! :||:
Hier liegt der Held nun unter Stummen,
und Pauken murren, murmeln, brummen.
Kling klang! :||:
Ein feierlich' Prosit!

Fall nieder, :||:
du Freund der Nüchternheit. :||:
Welch stolze Prozession dort schreitet!
Steindecker, der Paukist, sie begleitet
kling klang :||:
in großer Festlichkeit!

Du seufzest! :||:
Ja, der Tod hat seine Qual. :||:
Planberg trägt vor sich Schmidtens Degen.
Der Trauerherold, schön und verwegen,
kling klang, :||:
mein wackrer Kämpendal!

Der Herold :||:
hält an mit seinem Stab. :||:
Es stimmen an die Instrumente,
und Knape bläst die Oboe lento.
Kling klang! :||:
Kommt, trinkt an Schmidtens Grab!

Hier ruhet :||:
der Leib des braven Schmidt. :||:
Die Brille auf, Herr Gutenschwager!
Am Basse geigt und kratzt er hager.
Kling klang! :||:
Sitz still, mein Freund, ich bitt!

Verloren :||:
hat Bacchus seinen Mann. :||:
Der Chor im Chorgewölbe weinet,
und Nystedts Maultrommel jammert und greinet.
Kling klang! :||:
Trink, Nachbar, aus der Kann!

Zur Bühne, :||:
mein Nachbar, sieh hinauf; :||:
dort sitzet Bacchus tief versunken.
Halt Andacht, Bruder, und dann getrunken –
kling klang :||:
in unsrem Trauerlauf!

Mein Nachbar, :||:
willst du zum Chor hinauf? :||:
Man reicht vom Katafalk dir die Flasche;
Kilberg hat Schlüssel zur Stätte der Asche.
Kling klang! :||:
Zu Diensten! – Schließe auf!