Fredmans Episteln, Nr. 6

An die Galimather jenseits des Königlichen Tiergartens.

Brüder und Schwestern, seiet gegrüßet,
in Frieden allzeit!
Mit Bier, das fließet,
Herzen begießet,
schwelget, genießet,
die Tür öffnet weit,
trinkt, trinkt, noch ist Zeit! Fin.
Hört, wie die Geige klingt,
Schwestern, und singt!
Röcke im Reigen schwingt,
hüpfet und springt!
Ullalein, hopp!
schwing den Salopp!
Knospe erblüht,
Schönheit erglüht.
Finger, er fühlet, und Auge sich schließet. D.C.

Lasset nicht Angst eure Seelen beschweren,
und nimmer seid feig!
Der Spielmann plärret,
zupfet und zerret,
spannet und sperret
und spuckt auf die Geig
und schwankt wie ein Zweig. Fin.
Füll in die Becher dort
Branntwein und Wein,
schneide die Dochte fort,
Bäselein fein!
Lotta, gib Hand,
knickse charmant,
lösch meinen Brand!
Manch Liebesband
knüpft man in Betten, auf Wiesen und Schären. D.C.