Fredmans Episteln Nr. 73

Fredmans Epistel 73

Betreffend Jergen, der sich dem Teufel verschrieb.


Fahr in die Stühle und lasse sie kullern!
Oh, Teufel, am Tor welch ein Bullern!
Geigengewimmere,
Lichtergeflimmere,
Satan kommt heute zum Ball.
Reisig um Schänke.
Trumpf! Und ein Knall!
Leer sind die Bänke
und leer der Pokal.
Jergen, er flattert,
er zittert und schnattert;
höre sein Gelall:
Ach, ich pin ein elend Sinder,
mit Krakeel zur Hölle fahr.
Heer mich an! Ich mich verpinder
noch zwey Jahr.
Ich schall alle Deerne kränke,
på Spelhusen vare flink,
niemals på min Fruwe tänke,
Cathrink.
Scheen die Fiedel stemmer,
bringt mir Pleck und Penne!
Freylich hör ich dir nu till, tu Faun, bi ferste Fink.

Spute dich, Lotta, die Wände nun kehre,
beweg dich, du alte Galeere!
Kerzen aufsammele,
Fenster verrammele,
Luken schraub zu und verschließ!
Flitze, Canaille,
flink wie der Blitz!
Rost in der Kehle?
Na, räuspre und nies!
Säubre die Stufe
und Mowitz nun rufe!
Fiedle, Malefiz!
Mit min rete Plut ich schriwer
tich nu thette Reversal,
thet ich mich nu övergiwer
kantz fatal!
thet ich nit will vare nikter,
selten in die Kirken gaan,
truget fille mine Plikter,
klunke Klar’n,
undt förgät the Krämper.
Stockholm, then Nofemper,
Manu mea propria, auf Kruken Rosenthal.

Übersetzung: Klaus-Rüdiger Utschick